Kultur

Die Alten Ägypter kannten schon Puder, Rouge und Lidschatten, nicht zu vergessen Perücken. Sie saßen wohl stundenlang vor Schminkspiegeln, Frauen wie Männer und liebten es sich zu frisieren zu parfümieren. Sie waren gern gut angezogen und trugen bunte und raffinierte Kleidung. Und drunter? Alles glatt, keine Körperhaare.
Der Alte Ägypter – ein moderner Mensch.

Als Europäer führen wir vieles in unserer Kultur auf Rom zurück. Aber schon 2000 Jahre vor der Gründung der Stadt am Tiber schufen die alten Ägypter den Kalender mit 365 Tagen, ein Heer von Berufssoldaten, das ganze Imperien eroberte. Es gab eine geordnete Gerichtsbarkeit und eine gut organisierte Staatsverwaltung.

Wie gut organisiert sieht man daran, dass im Alten Reich, um 2300 v. Chr., etwa 1600 Ämter und Ränge von Staatsbeamten zu finden sind mit so blumigen Titeln wie „Größter Leiter der Handwerker“ oder „Hausverwalter, der das Kleinvieh zählt“.

Probleme gab es, weil der Pharao seine Schreiber und Staatsdiener häufig unter seinen Verwandten auswählte, nicht wegen ihrer Kompetenz. Die Titel und Privilegien wurden zum Teil weiter vererbt. Als Lohn gab es Ländereien und Anteile an wirtschaftlichen Erträgen. Im Alter Versorgungsposten in Tempeln. Die Folge: Korruption, Diebstähle, Selbstjustiz. Nicht nur die alten Römer sind uns nah.
Auch die Alten Ägypter.